Hypnotherapie und Traumatherapie in der Behandlung von komplexer PTBS

Details

Datum: 01.10.2022 - 29.09.2023
Ort: Steirerhof (Jakominiplatz 12/4. Stock, 8010 Graz)
Kategorie: C-Seminare (Freie Seminare)


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Teil 1: Grundlagen und Ressourcen-Arbeit

01.10.2022-02.10.2022 jeweils 11:00-17:00

 

Teil 2: Täter-imitierendes Verhalten und Affektmodulation

27.04.-28.04.2023 jeweils 11:00-17:00

 

Teil 3: Traumabearbeitung mit Hilfe der Screen-Technik

28.09.-29.09.2023 jeweils 11:00-17:00

 

Die Veranstaltungsreihe kann nur als Ganzes besucht werden da die Seminare aufeinander aufbauen.
Die Gesamtkosten der Veranstaltung 1170 € (1404 € inkl. 20% Mwst.) sind vor der Weiterbildung bei Rechnungslegung zu bezahlen.

 

Teil 1: Grundlagen und Ressourcen-Arbeit

01.10.2022-02.10.2022 jeweils 11:00-17:00

Komplexe PTBS (kPTBS) geht mit zahlreichen dissoziativen Zuständen, oft sogar mit tiefer struktureller Dissoziation einher. Die Affekt- und Ich-Zustände, die durch toxischen Stress entstanden sind, können wir als autohypnotische States verstehen, die – wenn getriggert – stets dieselben Wahrnehmungs-, Affekt- und Verhaltenszustände wiederholen. Sie in der Therapie zu identifizieren, von Regressionen zu unterscheiden, und prinzipiell als Ressourcen enthaltend in die Behandlung einzubeziehen, ist für das Gelingen einer kPTBS-Therapie entscheidend. Wie ist diese Arbeit theoretisch zu verstehen und wie kann sie praktisch umgesetzt werden?

Lectures, Videomaterial, Livedemonstration und Kleingruppenübungen wechseln sich ab bei diesem Praxis-orientierten Seminar.

 

Teil 2: Täter-imitierendes Verhalten und Affektmodulation

27.04.-28.04.2023 jeweils 11:00-17:00

Nicht jedes wütende Verhalten von kPTBS-KlientInnen und -PatientInnen ist ein „Täterintrojekt“. Die Alltagspersönlichkeit kann schlicht verzweifelt sein, die in der Pubertät entstandenen Selbstzustände selbstverteidigend aggressiv – aber es gibt eben auch, häufig sogar dominante, machtvoll kontrollierende Zustände und Anteile in einer kPTBS-Persönlichkeit, die teilautonom agieren und Täterverhalten wiederholen, entweder als selbst- oder als fremdaggressive Gedanken-, Gefühls- bzw. Verhaltenszustände. Wie kommen wir mit diesen Zuständen bzw. abgespaltenen Persönlichkeitsanteilen in Kontakt, explorieren den Sinn ihres Tuns, betätigen uns als „Mediatoren“ des Innenlebens der KlientIn und helfen bei einer Verbesserung der Impulskontrolle?

Lectures, Videomaterial, Livedemonstration und Kleingruppenübungen wechseln sich ab bei diesem Praxis-orientierten Seminar.

 

Teil 3: Traumabearbeitung mit Hilfe der Screen-Technik

28.09.-29.09.2023 jeweils 11:00-17:00

Der wichtigste Kanal für Traumaerinnerungen ist der visuelle. Er eignet sich auch am besten für die Exploration, Distanzierung und Bearbeitung von traumatogenem Material. Imaginative Methoden helfen der KlientIn/PatientIn, bislang als unerträglich abgespaltene Teilerinnerungen angehen und Schritt für Schritt das belastende Material – das nicht selten auf mehrere Anteile „verteilt“ war – zusammenzutragen zu biografisch, episodisch, raum-zeitlich, narrativ und semantisch codierten expliziten Gedächtnisinhalt, der dann nicht mehr so leicht zu triggern ist. Welche Rolle spielt das bewusste „Anerkennen“ des Geschehenen, und wie können wir es befördern? Bearbeitung von Hot-Spots nach dem BASK-Modell, im Vergleich und ggf. in Kombination mit anderen Bearbeitungstechniken.

Lectures, Videomaterial, Livedemonstration und Kleingruppenübungen wechseln sich ab bei diesem Praxis-orientierten Seminar.

 

Kurzvita Michaela Huber

Michaela Huber ist 1952 in München geboren. Nach Studium der Psychologie in Düsseldorf und Münster (Diplom 1977) und Ausbildung in Verhaltenstherapie war sie Dozentin an verschiedenen Ausbildungsinstituten und Universitäten in Deutschland und von 1978-83 Redakteurin bei der Zeitschrift „Psychologie heute“. Ausbildungen u.a. in Klinischer Hypnose und EMDR. Seit 1989 ist sie in Kassel als Psychologische Psychotherapeutin und Supervisorin niedergelassen und national wie international als Ausbilderin in Traumabehandlung mit Schwerpunkt komplexe PTBS und dissoziative Störungen tätig. Zahlreiche Fachartikel und Bücher, u.a. ein zweiteiliges Standardwerk: „Trauma und die Folgen“ und „Wege der Traumabehandlung“ (überarbeitete Neuausgaben 2020 und 2021), „Der Feind im Innern“ (2013), „Der innere Ausstieg“ 2018. Seit 1995 ist sie 1. Vorsitzende einer Trauma-Fachgesellschaft (ISSD dt. Sektion, seit 2012 umbenannt in „Deutsche Gesellschaft für Trauma und Dissoziation“; www.dgtd.de). Seit 2020 ist sie 1. Vorsitzende der „Bundesarbeitsgemeinschaft für bedarfsgerechte Nothilfe“ BAGbN (www.bagbn.de) Auszeichnungen u.a. „International Distinguished Achievement Award 1997 der ISSD; Bundesverdienstkreuz. Website www.michaela-huber.com

 

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